Jeanswissen – finde deinen Fit.

Michael erklärt dir Passformen, Stoffe und die wichtigsten Jeansbegriffe.

Welche Jeans passt zu dir? Slim, Straight oder Tapered – hier erfährst du, worauf es ankommt. Ich bin Michael Kreuzberger und beschäftige mich bei JeanZone in Nastätten seit 2008 mit Jeans und Streetwear. Mein Tipp: Achte auf Schnitt, Bundhöhe und Material. Zusammen machen sie den Unterschied.

1. Finde deine Passform

Skinny Fit – besonders körpernah

Eng geschnitten vom Oberschenkel bis zum Knöchel. Elastische Fasern im Stoff können dafür sorgen, dass die Jeans deine Bewegungen besser mitmacht.

Slim Fit – schmal geschnitten

Figurbetont und meist etwas weiter als Skinny. Wie eng die Jeans tatsächlich sitzt, hängt vom jeweiligen Modell ab.

Regular Fit – klassisch und bequem

Eine Passform mit normaler Weite. Die genaue Beinform und Bundhöhe können unterschiedlich ausfallen – schau deshalb auch in die Modellbeschreibung.

Straight Leg – ein gerades Bein

Das Bein verläuft gerade und wird zum Saum hin nicht deutlich enger oder weiter. Straight beschreibt die Beinform; wie viel Platz du an Hüfte und Oberschenkel hast, hängt vom Schnitt ab.

Tapered Fit – unten schmaler

Das Bein verjüngt sich zum Knöchel hin. Ob die Jeans oben locker oder eher schmal sitzt, unterscheidet sich je nach Modell.

Relaxed Fit – mehr Bewegungsfreiheit

Mehr Platz im Sitzbereich und an den Oberschenkeln. Das Bein kann gerade verlaufen oder nach unten schmaler werden.

Loose Fit und Baggy Fit – lässige Weite

Loose Fit steht für einen lockeren, weiten Schnitt. Baggy-Jeans sind besonders großzügig geschnitten und bringen eine markante Streetwear-Silhouette mit.

Bootcut – Platz für deine Boots

Ab dem Knie wird das Bein zum Saum hin leicht weiter. Passt zu Stiefeln, funktioniert aber genauso mit anderen Schuhen.

Flared und Bell Bottom – mit Schlag

Ein ausgestelltes Bein, meist mit stärkerem Schlag als bei Bootcut. Für einen Look mit einem Hauch Siebzigerjahre.

Wide Leg – durchgehend mehr Weite

Ein breites Bein, bei dem die Weite bereits weiter oben beginnt. Anders als bei einer Schlaghose wird die Jeans nicht erst unterhalb des Knies weit.

2. Bundhöhe und Größe verstehen

Low Rise – niedriger Bund

Die Jeans sitzt eher auf der Hüfte.

Mid Rise – mittlere Bundhöhe

Der Bund liegt zwischen tiefem Hüftsitz und hohem Taillenbund. Auch die Bezeichnung Regular Waist wird häufig verwendet.

High Rise – hoher Bund

Der Bund sitzt näher an der natürlichen Taille. Die genaue Höhe hängt vom Modell ab.

Was bedeuten W und L?

W steht für die Bundgröße, L für die Beinlänge. Bei einer W32/L34 ist die Bundgröße also 32 und die Länge 34. Die Angaben beziehen sich auf Inchgrößen. Ein Inch entspricht 2,54 Zentimetern.

Die Größenangabe allein sagt noch nicht, wie eine Jeans sitzt. Schnitt, Material und Verarbeitung spielen ebenfalls eine Rolle.

3. Welcher Jeansstoff passt zu dir?

Baumwolle

Eine Naturfaser und der wichtigste Bestandteil vieler Jeansstoffe. Denim aus 100 Prozent Baumwolle hat normalerweise weniger Dehnung als Stoff mit elastischen Fasern.

Denim

Der typische Jeansstoff mit seiner diagonalen Webstruktur. Bei klassischem blauem Denim werden gefärbte Kettfäden mit hellen Schussfäden kombiniert.

Stretch Denim

Denim mit elastischen Fasern, beispielsweise Elasthan. Er kann mehr Bewegungsfreiheit bieten. Wie dehnbar die Jeans ist, hängt vom gesamten Stoffaufbau ab – nicht nur vom Elasthananteil.

Indigo

Der blaue Farbstoff, der klassischen Jeans ihre Farbe gibt. Durch Tragen und Waschen entstehen mit der Zeit individuelle Aufhellungen.

Dark Denim und Colored Denim

Dark Denim bezeichnet dunklen Jeansstoff. Colored Denim bringt andere Farben ins Spiel, etwa Beige, Grün oder Rot. Beide Begriffe beschreiben die Farbe und sagen allein nichts über Passform oder Dehnbarkeit aus.

Raw Denim / Dry Denim

Denim, der nach der Herstellung nicht vorgewaschen wurde. Er fühlt sich anfangs häufig fester an und entwickelt durch Tragen und Waschen persönliche Gebrauchsspuren. Wie stark er einläuft, hängt unter anderem von der Vorbehandlung ab. Beachte die Herstellerangaben.

Selvedge Denim

Denim mit einer sauber abgeschlossenen Webkante, die auf traditionellen Schützenwebstühlen entsteht. Häufig erkennst du sie an der Innenseite eines umgeschlagenen Hosenbeins. Selvedge beschreibt die Stoffkante, Raw Denim den ungewaschenen Zustand.

Krumpfen / Sanforisieren

Eine Vorbehandlung, die das spätere Einlaufen des Stoffes verringert. Die Pflegehinweise solltest du trotzdem beachten.

4. Details, die den Look ausmachen

Button Fly und Zip Fly

Button Fly bedeutet Knopfleiste. Zip Fly bezeichnet einen Verschluss mit Reißverschluss.

Five Pocket

Die klassische Taschenanordnung: zwei vordere Taschen, eine kleine Zusatztasche und zwei Gesäßtaschen.

Cinch Back

Ein Verstellriegel mit Schnalle hinten unter dem Bund. Ein Detail, das besonders bei Jeans im historischen Stil auftaucht.

Used Look

Absichtlich erzeugte Gebrauchsspuren wie aufgehellte Stellen oder Abrieb. Sie lassen eine neue Jeans bereits eingetragen wirken.

Vintage Look und Vintage Jeans

Vintage Look bezeichnet eine Gestaltung, die an ältere Jeans erinnert. Eine Vintage Jeans ist dagegen ein tatsächlich älteres Kleidungsstück.

5. So pflegst du deine Jeans

Richte dich immer nach dem Pflegeetikett deiner Jeans. Waschtemperatur, Trocknung und besondere Hinweise können sich je nach Material und Verarbeitung unterscheiden.

Vor dem Waschen auf links drehen, Taschen leeren und Verschlüsse schließen. Bei dunklen Jeans auf mögliche Farbübertragung achten und die Hinweise zum getrennten Waschen beachten.

Michaels Tipp: Deine Jeans muss zu dir passen

Zwei Jeans mit derselben Größe können unterschiedlich sitzen. Vergleiche deshalb auch Passform, Bundhöhe und Material.

Du bist bei einem Modell unsicher? Melde dich bei mir. Wenn die Jeans im Laden verfügbar ist, kann ich sie gerne für dich nachmessen.

JeanZone – Jeans, Streetwear und persönliche Beratung seit 2008.

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